Liebe Community,

Überforderung gehört für viele Auszubildende – und ehrlich gesagt auch für uns Ausbildende – zum Alltag. Wichtig ist: Sie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal. Ein Hinweis darauf, dass etwas im Lernprozess, in der Struktur oder in der Betreuung noch nicht optimal passt.

🔍 Warum entsteht Überforderung?

Überforderung zeigt sich oft dann, wenn

  • Aufgaben unklar oder zu komplex sind,
  • mehrere Anforderungen gleichzeitig auf die Auszubildenden einprasseln,
  • Sicherheitsbedürfnisse nicht erfüllt sind,
  • oder wenn Erwartungen nicht transparent kommuniziert wurden.

Gerade junge Menschen, die zum ersten Mal in einer beruflichen Umgebung stehen, erleben solche Situationen schnell intensiver.

💡 Was könnt ihr als Ausbilder:innen tun?

1) Klarheit schafft Sicherheit

Je eindeutiger Aufgaben, Ziele und Prioritäten kommuniziert werden, desto weniger Raum hat Überforderung.

2) Regelmäßige Lernstands-Checks

Kurze, wertschätzende Gespräche helfen, frühzeitig Überlastungen zu erkennen. Fragt nach: „Was fällt dir leicht? Was ist gerade schwierig?“

3. Lernaufgaben kleinschrittiger gestalten

Komplexe Tätigkeiten lassen sich oft in überschaubare Schritte herunterbrechen. Das fördert Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen.

4. Mut zur Pause vermitteln

Viele Azubis fühlen sich verpflichtet, immer Leistung zu bringen. Vermittelt ihnen, dass Pausen Teil des Lernens sind.

5. Überforderung normalisieren

Offen darüber zu sprechen, nimmt den Druck. Eure Haltung hat großen Einfluss darauf, wie Auszubildende mit Herausforderungen umgehen.

✨ Fazit

Überforderung ist kein Problem – wenn wir sie gemeinsam anschauen. Sie bietet die Chance, Lernprozesse individueller, klarer und menschlicher zu gestalten.

Möchtet ihr tiefer ins Thema einsteigen, meldet euch zum Online-Vortrag "Überforderung in der Ausbildung: Was dahinter steckt" an.

Viele Grüße

Donya, Juliane & Nicole