Ein Gastbeitrag von Fabian Weber, Lehrer am Georg-Simon-Ohm Kolleg in Köln

 

Bereits für das erste 2. Ausbildungsjahr konnten wir vom Georg-Simon-Ohm Berufskolleg in Köln zusammen mit unseren neuen Partnerinnen von FrauenOrteNRW eine gelungene Kooperation aufbauen.

Nachdem die Azubis ihre ersten praktischen Projekte abgeschlossen hatten, wollten wir mit ihnen einen Schritt weiter gehen: Ein Schulprojekt mit realer Zielgruppe zusammen mit tatsächlichen Auftraggeber*innen und dem Ziel einer breiten Veröffentlichung.

Oft kommen interessierte Firmen oder Einzelpersonen auf uns als Schule zu, weil sie Ideen für Schulprojekte haben. Manchmal wächst eine Kooperation daraus, aber auch oft müssen wir leider ablehnen, weil etwas nicht passt: Ein mögliches Vorhaben kann nur unter Bedingungen gelingen, wie z.B. dass es zeitlich und inhaltlich für alle Seiten passt, unkommerziell ist und Lerngewinne auf mehreren Ebenen verspricht.

In diesen Fall haben wir als Schule die Personen hinter FrauenOrteNRW angesprochen. Es ist schnell aus einer kleinen Idee ein Termin zur Vorbesprechung entstanden und kurz darauf ein erstes Meeting zusammen mit den Schüler*innen.

Die Idee war, den Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, unter den sicheren Bedingungen einer Schule sich frei den Bedürfnissen realer Partner*innen zu nähern. So konnten sie unter Beachtung des Corporate Designs und der Ziele des auftraggebenden Projektes, zusätzliche Lösungen entwickeln, die das Wirken starker Frauen der Geschichte immersiv erfahrbar werden lassen.

Bei Schulprojekten stehen nicht die Ergebnisse an erster Stelle, sondern der Prozess. Dies ist auch unseren Partnerinnen von FrauenOrteNRW wichtig, da allein die Auseinandersetzung mit den historischen Persönlichkeiten und deren Aufarbeitung ein Gewinn sind, der über technische Implementierungen hinaus geht.

Nachdem Konzepte entwickelt und Feedbackschleifen gedreht wurden, ging es an die praktische Umsetzung. Es zeigte sich, dass eine WebAR-Anwendung für die Zielgruppe mit mobiler Nutzung entwickelt werden soll. Die Umsetzung brauchte jedoch mehr Programmierkenntnisse als gedacht, sodass sich der ursprüngliche Zeitplan verschob.

Die Ergebnisse sind im Oktober präsentiert worden und werden in Kürze auch auf der Website www.frauenorte-nrw.de vorgestellt. Wir als Schule sind trotz technische Anlaufschwierigkeiten sehr zufrieden dank offener Schülerinnen und Projektpartnerinnen, die uns ohne Druck lernen lassen. Die Schüler*innen werden inhaltlich unterstützt und ihnen kreative Freiräume ermöglicht. 

Zukünftig, wenn auch unsere Partnerinnen wieder möchten und können, freuen wir uns als Schule mit gewonnenen Erkenntnissen in einem neuen Schuljahr mit neuen Klassen hoffentlich wieder neue Frauengeschichten immersiv umsetzen zu können.

 

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