Im letzten KI&Kaffee haben wir uns mit einer zentralen Frage beschäftigt:

Wann ist KI-Nutzung durch Lernende legitim?

Vorab eine organisatorische Info:

 KI&Kaffee wechselt die Plattform und verschiebt sich um eine Woche. Der nächste Termin ist am 13.03., danach wieder im gewohnten Zwei-Wochen-Rhythmus. Weitere Infos folgen.

Hier ein paar Grundsätze zur Diskussion (Ergänzungen und Widerspruch ausdrücklich willkommen):

1. Keine Substitution zentraler Handlungskompetenzen

KI darf nicht das ersetzen, was eigentlich gelernt oder geprüft werden soll. Wenn Analysefähigkeit, Problemlösen oder fachliches Schreiben das Lernziel sind, müssen diese Leistungen beim Lernenden bleiben – oder an anderer Stelle bewusst gefördert werden.

2. Aktive Steuerung durch die Lernenden

Welche Prompts? Welche Variante? Was übernehmen, was verwerfen?

KI ist kein Autopilot, sondern ein Werkzeug unter bewusster Kontrolle.

3. Fachliche Prüfung und kritische Einordnung

KI-Ergebnisse müssen überprüft, bewertet und gegebenenfalls korrigiert werden. Das setzt eigene Fachkompetenz voraus. Die Fähigkeit zur Validierung wird selbst Teil beruflicher Handlungskompetenz.

4. Transparenz des Prozesses

Wie wurde KI genutzt? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Was wurde verändert?

Der Einsatz muss nachvollziehbar und erklärbar sein – insbesondere in Prüfungssettings.

5. Verantwortung und Urheberschaft

Die Verantwortung für das Endprodukt liegt beim Lernenden.

„Die KI war’s“ ist keine zulässige Entlastung.

Leitgedanke:

KI ist legitim, wenn kognitive Steuerung, fachliche Bewertung und Verantwortung beim Menschen bleiben – und KI professionelle Handlungskompetenz erweitert statt ersetzt.