Mind-Mapping ist eine Methode, die beide Gehirnhälften durch die Synthese von sprachlichem und visuellem Denken koordiniert. Sie stellt eine wirksame grafische Technik dar und kann in jedem Bereich angewandt werden, wo verbessertes Lernen und klareres Denken die Leistung erhöht. Sie weist folgende grundlegende Eigenschaften auf, die lernfördernd wirken:
- Der "Gegenstand" der Aufmerksamkeit kristallisiert sich in einem Zentralbild
- Die Hauptthemen strahlen vom Zentralbild aus wie Äste
- Die Äste enthalten Schlüsselbilder oder Schlüsselworte, die auf einer mit dem Zentralbild verbundenen Linie in Druckbuchstaben geschrieben werden
- Themen von untergeordneter Bedeutung werden als Zweige, die mit Ästen höheren Niveaus verbunden sind, dargestellt
Die Mindmap-Methode eignet sich insbesondere für die Planung und Umsetzung von Projekten als auch in anderen stofflichen Vermittlungssituationen. Sie unterstützt nachhaltig Personen mit Lernschwierigkeiten und weckt automatisch das Interesse aller Beteiligten. Ganz anders als lineare Notizen oder Aufzeichnungen an Tafeln und Flipcharts zeigen Mind-Maps nicht nur Fakten, sondern auch die Beziehungen zwischen diesen. Damit ermöglichen Sie ein tiefergehendes Verständnis des Lernstoffs.
Die Mindmap-Methode kann Auszubildenden helfen:
- sich selbst zu organisieren
- Gedanken zu ordnen
- Vorstellungskraft zu entwickeln
- Merkfähigkeit zu steigern
Erkenntnisse aus der Hirnforschung
Die Mindmap-Methode geht zurück auf Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Man hat nämlich herausgefunden, dass - obschon jede Gehirnhälfte bei bestimmten Aktivitäten dominiert - trotzdem beide über grundsätzliche Fähigkeiten auf allen Gebieten verfügen.
| Linke Gehirnhälfte | Rechte Gehirnhälfte |
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Bezeichnet man also jemanden als von der einen oder anderen Hirnhälfte dominiert, begrenzt man seine Fähigkeiten zur Entwicklung neuer gedanklicher Strategien. Vielmehr ist es richtiger zu sagen, dass man die nicht dominierenden geistigen Fähigkeiten entwickeln kann. Die Mindmap-Methode schafft einen Zugang zu diesen Fähigkeiten und hilft sie zu entwickeln, und zwar beim Notieren von Sachverhalten. Lineare Standardnotizen sind weltweit die gängigste Form, etwas festzuhalten.
Praxisbeispiel Arbeitssicherheit
Angenommen, Sie führen mit Auszubildenden ein Lehrgespräch und erarbeiten gemeinsam Aspekte zum Thema "Arbeitssicherheit". Diese werden an einem Flipchart notiert.
| A Regeln | B Kleidung | C Verantwortung |
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Die wichtigsten Stilarten, sich etwas zu notieren oder aufzuzeichnen sind der Satzstil, der Erzählstil, der Listenstil und der gliederungsähnliche, nummerisch-alphabetische Stil mit Haupt- und Unterpunkten. Viele Menschen kombinieren diese Stilarten. Diese Stile lassen jedoch andere Aspekte oder Wahrnehmungsmöglichkeiten außer Acht. Dies können beispielsweise sein:
- visueller Rhythmus
- visuelle Gestaltung
- Farben
- Bilder
- Mehrdimensionalität
- räumliches Bewusstsein
- Gestalt
- Assoziationen
Da diese fehlenden Elemente für die gesamte Gehirnfunktion und speziell beim Erinnern während des Lernens wichtig sind, ist es nicht überraschend, dass die gemachten Notizen häufig rasch wieder vergessen werden, denn:
- sie verschleiern Schlüsselworte (gehen in der Masse unter)
- sie erschweren das Erinnern (monotone, einfarbige Notizen sind visuell langweilig)
Außerdem verschwenden sie in allen Lernphasen Zeit, weil:
- sie dazu ermuntern, sich Unnötiges zu notieren
- man unnötig Notizen lesen muss
- man nach Schlüsselwörtern suchen muss
Sie regen nicht die Kreativität des Gehirns an (die lineare Form herkömmlicher Notizen hindert das Gehirn daran, Assoziationen zu knüpfen und wirkt damit Kreativität entgegen).
Jegliche Information, die das Gehirn erreicht, jede Empfindung, jede Erinnerung oder jeder Gedanke kann als eine Art zentrale Kugel verstanden werden, von der Millionen "Haken" ausgehen. Jeder dieser "Haken" kann als eine Art Assoziation verstanden werden, welche wiederum über eine unendliche Reihe von Verknüpfungen verfügt. Die Anzahl der bereits benutzten Assoziationen kann als das Gedächtnis oder die menschliche Datenbank bezeichnet werden, eine riesige Informationslandkarte mit einer unendlichen Anzahl von Informationsknoten. Dieses Konzept des "radialen Denkens" bezieht sich auf assoziative Denkprozesse, die von einem Informationsmittelpunkt ausgehen oder mit einem solchen verbunden sind. Mind-Mapping ist ein Produkt des radialen Denkens und spiegelt dieses Muster der eigenen Denkprozesse wieder. Es fördert somit das Lernen!
Mind-Mapping